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(24.8.2010)
Fanprojekt Darmstadt stellt Strafanzeige


Stellungnahme des Fanprojekts Darmstadt zum neuerlichen Einbruch im Fancontainer


Das Fanprojekt Darmstadt arbeitet auf Grundlage des "Nationalen Konzeptes Sport und Sicherheit" (NKSS) und zielt darauf ab Vorurteile gegenüber Fußballfans abzubauen, begleitet Fans bei allen Heim- und Auswärtsspielen, unterstützt Fans bei der Planung und Durchführung von Aktionen und Choreografien im Stadion und anderen Veranstaltungen, begleitet Fans bei Behördengängen und Anwaltsterminen und vermittelt u. a. bei Konflikten mit der Polizei und den Ordnungskräften.

In der Vergangenheit wurden sowohl die Räumlichkeiten des Fanprojekts in der Erbacher Straße 1, sowie die vom Fanprojekt verwalteten Fancontainer im Stadion am Böllenfalltor Ziel von Sachbeschädigungen und Einbrüchen. Nachdem am vergangenen Wochenende erneut der Fancontainer im Stadion aufgebrochen wurde haben wir uns entschlossen Anzeige zu erstatten.

Der Fancontainer steht der gesamten Fanszene des SV Darmstadt 98 zur Verfügung und wird von mehreren Fanclubs genutzt. Das Darmstädter Fanprojekt setzt sich seit 2002 für das friedliche Ausleben von Fankultur und den Erhalt von geschützten Fanräumen ein und wird sich auch in Zukunft mit allen juristischen Mitteln gegen Angriffe jeder Art auf Fanräume zur Wehr setzen.



Für das Fanprojektteam,

Michael Kirschner



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Pressemitteilung


Ticketsystem spielte bei der WM 2006 eine untergeordnete Rolle

Während sich in Bremen die Innenministerkonferenz unter anderem zum Umgang mit Ausschreitungen im Rahmen von Fussballspielen beriet, trafen sich in Potsdam Vertreter der Bundsarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte, um sich über zukünftige Verbesserungen der Kommunikation zwischen Fansozialarbeitern und Polizei zu verständigen.

Im Gegensatz zu den Innenministern bezog sich die Tagung der Fanprojekte auf die in den vergangenen Monaten geführten Diskurse mit Leitungsebenen der Polizei an den verschiedenen Standorten. Diese Diskurse wurden grundsätzlich als positiv und notwendig empfunden. Um diesen Prozess weiter zu entwickeln werden die Fanprojekte in der Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle der Fanprojekte (KOS) Empfehlungen für die Kommunikation zwischen Polizei und Fansozialarbeit erarbeiten.

Positiv wurde hierbei auf das von den Fanprojekten maßgeblich mitentwickelte Konzept der Fan- und Zuschauerbetreuung für die WM 2006 Bezug genommen.
Ralf Busch (Bundessprecher der Fanprojekte): „Dieses Konzept zeigt, dass eine fundierte Fanbetreuung einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung im Umgang mit Fans und Zuschauern leistet und die Atmosphäre bei Fussballspielen positiv gestaltet.“

Bei der Umsetzung dieses WM-Konzeptes arbeiteten sowohl der DFB, die Fanprojekte und die Polizei erfolgreich Hand in Hand. Nur so konnte der WM-Slogan „Zu Gast bei Freunden“ in die Realität umgesetzt werden. Die von der Innenministerkonferenz hervorgehobenen Ticketsysteme zur Ausgrenzung bestimmter Fangruppen spielten bei der WM 2006 eine untergeordnete Rolle.

Dazu Ralf Zänger (Fanprojekt Bochum): „ Die lächelnden Polizeibeamten, wie sie zur WM in unserem Land angetroffen wurden, wünschen wir uns nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern auch im regulären Ligaalltag.“



I.A. Ralf Busch / Ralf ZängerSprecher

BAG Sprecher / Fan-Projekte

Pressemitteilung

Angriff auf das Karlsruher Fanprojekt
Einzelne Ultras zerstören die Grundlage für ihre Akzeptanz im Fußballkontext

Berlin, 06.03.2010

Für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) ist der Übergriff von Angehörigen aus der Frankfurter Ultraszene auf das Karlsruher Fanprojekt ein absolut inakzeptabler Vorgang. Offensichtlich sind einige Gruppen bzw. ganze Ultraszenen dazu bereit, Grenzen zu überschreiten. Diese Grenzüberschreitungen lehnen die Fanprojekte in Deutschland zutiefst ab.

Bei dem Übergriff hatten in der Nacht vom 27. auf den 28.02. ca. 40 Ultras versucht die Fanräume des Fanprojekts Karlsruhe zu stürmen und dabei erhebliche Sachschäden angerichtet. Zur Tatzeit befanden sich neben KSC-Fans auch zahlreiche Anhänger befreundeter KSC-Fanpruppierungen und auch ein Mitarbeiter des Fanprojektes in den Räumen. Es gab mehrere Verletzte.

Dass sich bundesweit Einzelpersonen der Ultraszenen offen zur Gewalt bekennen, ist nicht erst seit dem vergangenen Wochenende bekannt, doch der Übergriff aus den Reihen der Frankfurter Ultras zerstört das Tabu, dass Fanprojekträume geschützte Bereiche sind. Wer, wie auch die Ultras, Respekt verlangt, muss ebenso Respekt entgegen bringen.

Bereits in den letzten Jahren gab es vereinzelt Übergriffe auf Fanprojekträume (z. B. in Darmstadt, Gelsenkirchen und Saarbrücken). Die Qualität der Überfälle reichte jedoch nicht annähernd an die vom Wochenende heran.

„Dies dürfte auch eine Zäsur für die Fanprojekte auf Bundesebene bedeuten“, sagt Ralf Zänger, Sprecher der BAG, „In den kommenden Wochen werden wir uns diesbezüglich intensiv austauschen und unser weiteres Vorgehen absprechen.“

Ultras, die ein solches Vorgehen tolerieren, stellen den eigenen Anspruch, das „Herz des Fußballs“ zu sein in Abrede. Sie haben sich bereits zu weit von der Fankurve entfernt.

„Alle Ultras, welche an diesem Übergriff auf das Karlsruher Fanprojekt beteiligt waren und auch jene, die diese Aktion gut heißen, sollten sich im Sinne ihrer selbst aufgestellten Prinzipien, Konsequenzen überlegen“, sagt Ralf Busch als Sprecher der BAG. „Es entsteht der Eindruck, dass sie keinerlei Interesse an einer positiven Mitgestaltung von Fankultur haben!“

Die Fanprojekte, welche in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte organisiert sind, sind auch für Ultras Ansprechpartner. Nunmehr muss grundlegend in intensiven Gesprächen geklärt werden, ob die Ultras dies in Zukunft weiterhin in Anspruch nehmen wollen.



i. A. Ralf Busch / Ralf Zänger

BAG Sprecher / Fan-Projekte

"Die Welt zu Gast bei Fremden?"


Unsere Reihe geht in die 2. Runde.


Am Dienstag den 20. April 2010
um 18.oo Uhr

ist Torsten Hoffmann bei uns zu Gast. Er hat Südafrika ca. 15 mal bereist und hat bei seinen, teilweise mehrmonatigen, Reisen Land und Leute kennen gelernt. Somit weiß er von den Besonderheiten des Landes und dem Alltag seiner Bewohner zuberichten.

Mit einem Input-Vortrags leitet Torsten Hoffmann die Fragerunde dieser Infoveranstaltung ein, die sich nicht nur an all diejenigen richtet die die WM vor Ort oder Südafrika als Individualreisende erleben wollen. Auch diejenigen von euch die einfach neugierig auf das Land am südlichsten Zipfel Afrikas sind und mehr über seine Kultur, Geschichte und Gegenwart erfahren möchten kommen garantiert auf ihre Kosten!

Der Eintritt ist natürlich frei!

Wir freuen uns auf euch!


Christoph Ruf
Dienstag den 14. September
Beginn der Veranstaltung 19.00 Uhr

Nachdem unsere 98er wieder kicken lädt auch das Fanprojekt wieder zu einer Verastaltung ein. Am Dienstag den 14. September ist Christoph Ruf in der Erbacher Straße 1 zu Gast. Er ist frei(willig)er Journalist und Autor. Von Karlsruhe aus beackert und bereist er die Welt der Politik und des Sports. Fanpolitik, Fußball in der ehemaligen DDR, unterklassige Ligen, sowie Diskriminierung und Rechtsextremismus im Fußball sind seine Themen. Er ist Autor für diverse Magazine und Tageszeitungen (Süddeutsche Zeitung, Stern, Spiegel-Online, taz, FR, 11 Freunde, etc.).

Die Lesung im Fanprojekt widmet sich insbesondere seinen beiden Büchern "Ist doch ein geiler Verein - Reisen in die Fußballprovinz" (weitere Infos auf www.christoph-ruf.de/buecher/geiler-verein.php) und "In der NPD - Reisen in die National Befreite Zone" (weitere Infos auf www.christoph-ruf.de/buecher/npd.php).



Der Eintritt ist natürlich frei.


Wir freuen uns auf euch!

Euer Fanprojekt-Team

"Football is Freedom"


Das Fanprojekt Darmstadt und die Aktionsgemeinschaft bewegungsorientierte Sozialarbeit e. V. haben mit Mitgliedern der Lilienfanszene einen Film zum Thema Diskriminierung im Fußball gedreht.

In der gut einstündigen Dokumentation "Football is Freedom" liegt der Fokus auf den Thematiken Rassismus, Sexismus und Homophobie. Auch die Möglichkeiten von Fans und Vereinen, diesen Phänomenen entgegenzuwirken, werden aufgezeigt.

Über fast 2 Jahre hinweg haben wir zahlreiche Interviews mit Betroffenen und Experten geführt. So berichtet die Fußballweltmeisterin Steffi Jones, ebenso wie Spieler des Darmstädter Vereins FC Bursaspor von ihren persönlichen Erfahrungen. Ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene schildert wie Neonazis im Stadion gezielt Nachwuchs rekrutieren und der Sportjournalist Ronny Blaschke rückt die Verhältnisse im Fußball in einen gesellschaftlichen Gesamtkontext. Auch 4 Spieler aus dem aktuellen Kader des SV Darmstadt 98, sowie Ex-Trainer Zivojin Juskic kommen zu Wort.

Die feierlichen Premiere des Films fand am Mittwoch den 2. Juni 2010
im CinemaxX am HBF statt.

PRESSEMITTEILUNG

- Gelungene Kooperationsgespräche zwischen Bundespolizei und Fussball-Fanprojekten -

Koblenz, 03. Mai. 2010

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Koblenz und den Fussball-Fanprojekten in Mainz, Frankfurt, Kaiserslautern, Offen-bach, Saarbrücken, Trier und Darmstadt Am 15. April 2010 fand das zweite Treffen von Vertretern der Bundespolizeidi-rektion Koblenz (verantwortlich in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saar-land) mit den Verantwortlichen der Fanprojekte Mainz, Frankfurt, Kaiserslau-tern, Offenbach, Saarbrücken, Trier und Darmstadt statt. In einem offenen Dialog haben die Teilnehmer den bisherigen Verlauf der Fußball-Saison 2009/ 2010 analysiert, Problemfelder erörtert sowie Lösungs-ansätze diskutiert. Insbesondere wurde die Berichterstattung in den Medien thematisiert. Im Verantwortungsbereich der Bundespolizeidirektion Koblenz und insbeson-dere bei den Vereinen mit sozialpädagogischen Fanprojekten ist die bisherige Saison – bis auf wenige Ausnahmen – weitestgehend gewaltfrei verlaufen. Sowohl in den Zügen als auch in den Bahnhöfen waren im Zusammenhang mit dem Fußball-Reiseverkehr der betreffenden Vereine erfreulicherweise nur wenige außergewöhnliche Vorkommnisse zu verzeichnen, die sich am ehes-ten im Zusammenhang mit Lokalderbys ereignet haben. Alle Beteiligten waren sich einig, den Dialog nicht nur fortzusetzen, sondern auch zu intensivieren, um den Umgang miteinander und das Verständnis für-einander positiver zu gestalten. Dabei soll die Kommunikation nicht nur mit den Fanprojekten sondern auch mit den Fußballfans gesucht werden. Auch außerhalb des Einsatzes.

"Die Welt zu Gast bei Fremden?"


Unsere Reihe geht in die 3. Runde.


Donnerstag 27. Mai 2010
um 18.00 Uhr

Maria Kind studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Ethnologie (Schwerpunkt Subsahara Afrika) und Publizistikwissenschaft. Im Rahmen ihres Studiums nahm sie an einer 5-monatigen Feldforschung nach Ghana teil. Seit Ende 2008 ist sie Projektleiterin in der Deutschen Afrika Stiftung e.V., einer politischen Stiftung, die sich um einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Deutschland und den afrikanischen Staaten bemüht.

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war Ghana das erfolgreichste Team des afrikanischen Kontinents und großer Sympathieträger. Am 23. Juni 2010 trifft die ghanaische Fußballmannschaft auf unsere Nationalelf. Grund und Zeit etwas mehr über dieses westafrikanische Land zu erfahren. Als ehemalige britische Kolonie erlang Ghana 1957 als erstes afrikanisches Land die Unabhängigkeit und hat sich seit dem zu einem Musterland des Kontinents entwickelt, was nicht zuletzt mit seiner sozialen und politischen Stabilität zusammenhängt. Doch was macht die ghanaische Kultur und das Leben in Ghana aus? Und wie sieht der Alltag in diesem Land aus? Diese und viele andere Fragen sollen in dem Vortrag angesprochen und ein vielschichtiges und facettenreiches Bild der ghanaischen Alltagskultur gezeichnet werden.

Der Eintritt ist natürlich frei!

Wir freuen uns auf euch!

Der Film und eine Ausstellung über Diskriminierung

Download Flyer

Dienstag 16.11.2010

„Football is Freedom“

Der Film und eine Ausstellung über Diskriminierung im Fußball

Auch der Fußball und seine Fankurven sind nicht frei von Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus und Homophobie. Das Darmstädter Fanprojekt und die Ultras Darmstadt präsentieren an diesem Abend ihre Filmdokumentation „Football is Freedom“. Hier kommen u.a. SteffiJones, ein Aussteiger aus der Neonazi-szene, Fanaktivist Martin Endemann und Journalist und Buchautor Ronny Blaschke zu Wort. Zugleich wird auf Schautafeln über Fußball, seine Schattenseiten und Gegeninitiativen informiert.

Veranstalter:
Fanprojekt Darmstadt
Ultras Darmstadt


Mitglieder BAG-Süd e. V.: • Fanprojekt Augsburg • Fanprojekt Darmstadt • Fanprojekt Frankfurt • Fanprojekt Kaiserslautern • Fanprojekt Karlsruhe • Fanprojekt Mannheim/Ludwigshafen • Fanprojekt Mainz • Fanprojekt München • Fanprojekt Nürnberg • Fanprojekt Offenbach • Fanprojekt Saarbrücken • Fanprojekt Trier



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